€URO-Lastschrift

Mit den beiden neuen SEPA-Lastschriftverfahren können künftig Gelder von Konten im Binnenmarkt eingezogen werden. Die neuen Verfahren ähneln den heute innerhalb Deutschlands eingesetzten Verfahren (Einzugsermächtigungsverfahren bzw. Abbuchungsauftragsverfahren). Auf europäischer Ebene wurden zwei Lastschriftverfahren – vergleichbar der heutigen Situation in Deutschland – neu entwickelt. Diese sind das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren (SDD Core) und das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren (SDD B2B – Business-to-Business). Beide können seit November 2009 genutzt werden. Weitere Informationen finden Sie nachfolgend.

Ihr Berater gibt Ihnen gerne weitere Informationen.

SEPA-Basis-Lastschriften

SEPA-Basis-Lastschriften

Mit dem SEPA-Basis-Lastschriftverfahren (SDD Core) können Sie über uns an den Zahlungsempfänger Zahlungen in Euro innerhalb von SEPA bewirken bzw. als Zahlungsempfänger nach Abschluss einer Vereinbarung zum Lastschrifteinzug mittels des SEPA-Basis-Lastschriftverfahrens Gelder von Konten im Binnenmarkt einziehen. Es ähnelt dem heutigen Einzugsermächtigungsverfahren. Als Identifizierung der Bankverbindungen dienen IBAN und BIC.

Für die Ausführung von Zahlungen mittels SEPA-Basis-Lastschrift müssen der Zahlungsempfänger und dessen Zahlungsdienstleister das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren nutzen. Fragen Sie hierzu  mit Ihrem Zahlungspartner die jeweilige Bank, ob diese an diesem Verfahren teilnimmt. Übrigens: Alle Volksbanken Raiffeisenbanken nehmen seit November 2009 teil.

Die Lastschriften haben einen festen Fälligkeitstermin (D). Dieser wird – wie bereits heute (sogenannte Vorabinformation) – vom Zahlungsempfänger im Vorfeld des Einzuges mitgeteilt. Jeder Lastschrifteinreicher hat eine eigene Kennung zur Identifizierung, die Gläubiger-Identifikationsnummer (CI – Creditor Identifier). Zudem müssen Sie als Zahlungspflichtiger dem Zahlungsempfänger vor dem Zahlungsvorgang ein entsprechendes „SEPA-Lastschriftmandat“ erteilen.

Der Zahlungsempfänger löst den jeweiligen Zahlungsvorgang aus, indem er uns über seinen Zahlungsdienstleister die SEPA-Basis-Lastschriften vorlegt. Sollte einmal ein Kunde (Zahlungspflichtiger) mit einem Zahlungseinzug durch eine SEPA-Basis-Lastschrift des Zahlungsempfängers nicht einverstanden sein, kann er von uns binnen einer Frist von 8 Wochen ab dem Zeitpunkt der Belastungsbuchung (Fälligkeitstermin „D“) auf dem Konto ohne Angabe von Gründen die Erstattung des belasteten Lastschriftbetrages verlangen (Widerspruchsfrist).

SEPA-Firmen-Lastschriften

SEPA-Firmen-Lastschriften

Das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren (SDD B2B) ist speziell auf die Bedürfnisse von Firmenkunden zugeschnitten, um insbesondere eine frühe Finalität von Zahlungen zu erzielen. Das Verfahren können Sie daher nur nutzen, wenn Sie kein Verbraucher sind. Mit dem SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren können Sie über uns an einen Zahlungsempfänger Zahlungen in Euro innerhalb von SEPA bewirken bzw. als Zahlungsempfänger nach Abschluss einer Vereinbarung zum Lastschrifteinzug mittels des SEPA-Firmen-Lastschriftverfahrens Gelder von Konten im Binnenmarkt einziehen. Es ähnelt dem heutigen Abbuchungsauftragsverfahren. Als Identifizierung der Bankverbindungen dienen IBAN und BIC.

Für die Ausführung von Zahlungen mittels SEPA-Firmenlastschrift müssen der Zahlungsempfänger und dessen Zahlungsdienstleister das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren nutzen. Fragen Sie hierzu mit Ihrem Zahlungspartner die jeweilige Bank, ob diese an diesem Verfahren teilnimmt. Übrigens: Alle Volksbanken Raiffeisenbanken nehmen seit November 2009 teil.

Die Lastschriften haben einen festen Fälligkeitstermin (D). Dieser wird – wie heute (sogenannte Vorabinformation) – vom Zahlungsempfänger im Vorfeld des Einzuges mitgeteilt. Jeder Lastschrifteinreicher hat eine eigene Kennung zur Identifizierung, die Gläubiger-Identifikationsnummer (CI – Creditor Identifier). Zudem müssen Sie als Zahlungspflichtiger dem Zahlungsempfänger vor dem Zahlungsvorgang ein entsprechendes „SEPA-Firmenlastschrift-Mandat“ erteilen und Ihre kontoführende Bank als Zahlungspflichtiger vor der ersten Zahlung  über die Erteilung des SEPA-Firmenlastschrift-Mandats unterrichten.

Der Zahlungsempfänger löst den jeweiligen Zahlungsvorgang aus, indem er uns über seinen Zahlungsdienstleister die SEPA-Firmen-Lastschriften vorlegt. Bei einer autorisierten Zahlung aufgrund einer SEPA-Firmen-Lastschrift können Sie als Zahlungspflichtiger von uns keine Erstattung des Ihrem Konto belasteten Lastschriftbetrages verlangen. Deshalb haben wir dem ersten Lastschrifteinzug ein besonderes Bestätigungsverfahren vorgeschaltet.

Lastschriftmandate

Lastschriftmandate

Für die beiden SEPA-Lastschriftverfahren existieren unterschiedliche Lastschriftmandate. Diese sind das „SEPA-Lastschriftmandat“ für das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren und das „SEPA-Firmenlastschrift-Mandat“ für das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren.

Als Zahlungspflichtiger erhalten Sie von Ihrem Zahlungsempfänger ein entsprechendes Lastschriftmandatsformular, welches Sie unterschreiben und an den Zahlungsempfänger zurücksenden müssen. Vielfach sind die Lastschriftmandate Bestandteil von Verträgen, wie heute, z. B. für die Bezahlung von Telefonrechnungen.

Mit dem Lastschriftmandat autorisieren Sie gegenüber Ihrer Bank die Einlösung von jeweiligen SEPA-Lastschriften des Zahlungsempfängers. Das Mandat ist schriftlich oder in der mit einer Bank vereinbarten Art und Weise zu erteilen. In den Lastschriftmandaten müssen die folgenden Erklärungen von Ihnen als Kunden (Zahlungspflichtiger) enthalten sein:

Lastschriftmandatstext mit

  • der Ermächtigung des Zahlungsempfängers, Zahlungen vom Konto des Kunden (Zahlungspflichtiger) mittels SEPA-Basis-Lastschrift bzw. SEPA-Firmen-Lastschrift einzuziehen, und
  • der Weisung an die Bank des Zahlungspflichtiger, die vom Zahlungsempfänger auf sein Konto gezogenen SEPA-Basis-Lastschriften bzw. SEPA-Firmen-Lastschriften einzulösen.

Die jeweiligen Lastschriftmandate müssen zudem folgende Angaben (Autorisierungsdaten) enthalten:

  • Bezeichnung des Zahlungsempfängers,
  • eine Gläubiger-Identifikationsnummer (CI),
  • Kennzeichnung einer einmaligen Zahlung oder wiederkehrenden Zahlung,
  • Name des Kunden (Zahlungspflichtigen),
  • Bezeichnung der Bank des Kunden (Zahlungspflichtigen) und seine Kundenkennung (IBAN und BIC).

Über die Autorisierungsdaten hinaus kann ein Lastschriftmandat zusätzliche Angaben enthalten, zum Beispiel eine Mandatsreferenznummer.

Das „SEPA-Lastschriftmandat“ für das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren gestattet Zahlungspflichtigen autorisierte Lastschriften innerhalb von 8 Wochen nach Belastung ohne Angabe von Gründen zu widersprechen.

Das „SEPA-Firmenlastschrift-Mandat“ für das SEPA-Firmen-Lastschriftverfahren gestattet Ihnen als Zahlungspflichtigen, nicht autorisierten Lastschriftbelastungen zu widersprechen. Deshalb haben Sie bei der Nutzung des SEPA-Firmen-Lastschriftverfahrens als Zahlungspflichtiger Ihrer Bank vor der ersten Belastung eine Kopie des „SEPA-Firmenlastschrift-Mandat“ vorzulegen. Solange diese vorliegt und  dieser nicht widersprochen wird, werden Lastschrifteinzüge durchgeführt und belastet.

Nutzung "alter" Lastschriftmandate

Nutzung "alter" Lastschriftmandate

Die „Mandatsmigration“ von bestehenden Lastschriftmandaten ist für Einzugsermächtigungen ab dem 9. Juli 2012 möglich.

Einzugsermächtigungsverfahren

Bei der heutigen Nutzung des Einzugsermächtigungsverfahrens können Zahlungsempfänger auf der Grundlage von vorliegenden Einzugsermächtigungen diese auch nach dem 9. Juli 2012 für Lastschrifteinzüge im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren nutzen. Hierzu erfolgt eine Anpassung der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gegenüber allen Kunden mit einem Girokonto zum 9. Juli 2012. Damit wird die Umstellung auf das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren wesentlich erleichtert, weil Zahlungsempfänger von Ihren Kunden – den Zahlungspflichtigen – keine neuen SEPA-Lastschriftmandate mehr einholen müssen. Zahlungspflichtige brauchen daher auch kein neues Lastschriftmandat, zum Beispiel für das Abo der Zeitung bzw. den Einzug der Telefonrechnung, zu unterschreiben.

Über den Wechsel vom Einzugsermächtigungsverfahren auf das SEPA-Basis-Lastschriftverfahren entscheiden die Lastschrifteinreicher, sofern entsprechende Einzugsermächtigungen rechtswirksam vorhanden sind. Vor dem ersten Lastschrifteinzug im SEPA-Basis-Lastschriftverfahren müssen die Lastschrifteinreicher die Zahlungspflichtigen – auf deren Konten weiterhin wie gewohnt die Rechnungen abgebucht werden – über diesen Lastschriftverfahrenswechsel informieren und ihnen folgende weitere Daten mitteilen.

  • Angabe der Gläubiger-Identifikationsnummer (CI)
  • Angabe der jeweiligen Mandatsreferenznummer.

Diese neuen Kennungen identifizieren einen Lastschriftvertrag eindeutig.

Abbuchungsauftragsverfahren

Bei der Nutzung des heutigen Abbuchungsauftragsverfahrens müssen Sie sich je nach Zielgruppe mit Ihrem Zahlungspflichtigen auf die Nutzung des SEPA-Basis- bzw. SEPA-Firmen-Lastschriftverfahrens verständigen. Das Abbuchungsauftragsverfahren wird voraussichtlich ab Februar 2014 auf Grund gesetzlicher Vorgaben der Europäischen Union eingestellt. Abbuchungsaufträge können, im Gegensatz zu Einzugsermächtigungen, nicht in Lastschriftmandate eines anderen SEPA-Lastschriftverfahrens „überführt“ werden.

Gläubiger-ID

Gläubiger-ID

Bei den neuen europäischen SEPA-Lastschriftverfahren müssen Zahlungsempfänger genau zu identifizieren sein, deshalb erhalten diese – in Ergänzung zu den deutschen Verfahren – eine Kennnummer. Diese Kennnummer heisst „Gläubiger-Identifikationsnummer“ (CI – Creditor Identifier).

In Deutschland kann diese seit März 2008 bei der Deutschen Bundesbank über die Internetseite www.glaeubiger-id.bundesbank.de beantragt werden. Zahler können auch anhand dieser Angabe und der Referenznummer des zugrunde liegenden Lastschriftmandats auf einfachem Weg eine Zuordnung der entsprechenden Lastschrifteinzüge vornehmen.

Für Lastschrifteinreicher, welche die neuen SEPA-Lastschriftverfahren nutzen wollen, hilft Ihnen Ihre Raiffeisenbank Mecklenburger Seenplatte eG gerne.