Verkauf und Kauf aus steuerlichen Gründen

Verkaufen Kunden Wertpapiere an sich selbst oder - nach vorheriger Absprache - an nahestehende Personen, verweisen sie häufig auf steuerliche Gründe:  Durch solche Geschäfte werden Verluste mit Gewinnen verrechnet.
Zwei der häufigsten verbotenen Geschäfte im Börsenhandel sind die sogenannten "mit sich selbst Geschäfte" (Wash-Trades) und "abgesprochene Geschäfte mit anderen Personen", z.B. mit Ehepartnern, Kindern, Eltern oder Freunden (Pre-Arranged-trades). Diese sind jedoch verboten!

 

Mit sich selbstGeschäft (Wash-Trade):

  • Bei einem "mit sich selbst Geschäft" (Wash-Trade) handeln Personen mit demselben Wertpapier mit sich selber. In diesem Fall werden typischerweise fast gleichzeitig eine Order und eine gegenläufige Order (Verkauf und Kauf) für dasselbe Wertpapier in das Online-BrokerageSystem eingegeben. Entweder über das Depot bei einer Bank oder über zwei Depots bei unterschiedlichen Banken.

 

Abgesprochenes Geschäft (Pre-Arranged Trade):

  • Bei einem "abgesprochenen Geschäft" (Pre-Arranged Trade) sprechen sich zwei oder mehrere Personen beim Verkaufs- und Kaufauftrag mit im wesentlich gleichen Stückzahlen und Preisen vorher ab. Typischwerweise erfolgt der Verkauf und Kauf fast gleichzeitig. Als abgesprochen gelten auch Geschäfte, die mittels Depot-Vollmacht z.B. über Depots von Ehepartnern, Kindern, Eltern oder Freunden abgewickelt werden.

 

Sowohl die oben beschriebenen "mit sich selbst Geschäfte" (Wash-Trade) als auch "abgesprochene Geschäfte" (Pre-Arranged Trade) sind grundsätzlich verboten.  Es handelt sich hierbei nach Art. 12 der europäischen Missbrauchsverordnung (MAR) um Marktmanipulation, die verboten ist.